mercoledì 4 novembre 2015

Reise in die Vergangenheit

04.11.2015
Sehr interessant fanden wir die für uns extra organisierte "tour on town" mit Morgan Stenberg. Herr Stenberg sprach ein ausgezeichnetes Englisch sowie ein sehr gutes Deutsch.
Die Führung begann im Museum in Piteå, wo uns die Entstehung und der Werdegang der Stadt selbst mit großem Engagement erzählt wurde. Anschließend spazierten wir gemütlich durch die Fussgängerzone. In ganz Schweden war Piteå die erste Stadt, welche eine autofreie Fußgängerzone eingeführt hatte. Auf dem Weg zur Kirche, welche ca im 16. Jhd gebaut wurde, und die älteste, orthodoxe Kirche im Holzbau darstellt, wurden wir auf die verschiedenen  Erhebungen des Landes aufmerksam gemacht. Die Stadt selbst war ursprünglich eine kleine Insel, welche im Zeitrahmen der letzten Jahrhunderte sich vergrößert hatte, aufgrund der Landverschiebung. Das Wasser zwischen dem Festland und der Insel wurde immer weiter zurückgedrängt, sodaß Piteå1906 nur noch durch einen schmalen Kanal vom Festland getrennt war. Allerdings wurde damals dieser Kanal als Kanalisation verwendet, und aufgrund des starken, extremen Geruches wurde dieser zugeschüttet. Heute führt die Hauptstrasse über den Kanal und Piteå ist mit dem Festland verbunden.
Die Kirche war auf dem Festland gebaut worden, und hatte somit alle Feuersbrünste, welche Piteå heimsuchten, überstanden, sowie die unzähligen Kämpfe und Kriege mit den Russen. Herr Stenberg bereicherte die Führung durch viele kleine Anekdoten und ließ uns dadurch selbst die Geschichte der Stadt wieder lebendig werden. Alle zu erzählen würde wohl den Rahmen sprengen, trotzdem möchte ich ganz kurz auf diesem Wege näher auf eine Geschichte eingehn.
Im Zuge der Sanierung des Bodens der Kirche wurde in der Erde ein Vertrag gefunden, ein Pakt, welcher mit dem Teufel geschlossen wurde. Ein armer Bauer hatte seine Seele dem Teufel verschrieben. An sich vielleicht nichts Ungewöhnliches. Dieser Vertrag kann heute noch im Museum bewundert werden. Das Kuriose daran ist sicherlich die Art der Tinte, mit welcher dieser Pakt geschrieben wurde. Im Laufe der Jahre wird jede Tinte dunkler, diese wurde aber weder grau noch schwarz, sondern braun. Es konnte nachgewiesen werden, dass dieses Schriftstück mit menschlichem Blut geschrieben wurde. Auch ist das Dokument mit Datum und Namen unterzeichnet worden. Von da an, als der Bauer in seiner Not den Vetrag mit dem Teufel schloß, verloren sich seine Spuren und er ward niemehr gesehen. Niemand wusste damals noch weiß man es heute, was aus ihm geworden ist, und ob er trotzdem zu seinem Seelenheil gelangen konnte.
Auf diesem Wege möchte ich Herrn Stenberg Morgan nochmals unseren herzlichen Dank aussprechen, für die so interessante mit Anekdoten und auch traurigen Geschichten gespikte ausführliche Beschreibung der Entstehung der Stadt Piteå, welche uns eine sehr zeitnahe Reise in die Vergangeheit erlaubte.

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