venerdì 6 novembre 2015

Letzter Tag in Piteå

Der Start in den heutigen letzten Schultag begann mit trüben Wetter. Wir waren allerdings guter Dinge, da uns heute noch eine Hospitation in den Räumlichkeiten der Werkstätten erwartete, welcher wir schon mit Ungeduld entgegenfieberten.
Nach unserer schnell der Umgebung angepassten Gewohnheit, den Tag mit Fika zu beginnen, führte uns Erika Lövgren, welche uns die gesamte Woche über super betreut und begleitet hatte, in die von uns so sehnlichst erwarteten Werkräume.
Ich glaube, nicht nur mir erging es so, auch meinen Kollegen Patrizia und Alberto, die Räumlichkeiten übertrafen unsere Erwartungen bei weitem. Begonnen im Handarbeitsraum, welcher super ausgestattet war: vom kleinsten Knopf über Fäden, Garne, Wolle, Webstühle und auch hier, wie kann es anders sein, neueste, computerisierte Nähmaschinen, über alle möglichen Werkstücke von den Schülern angefertigt.....mir raubte es den Atem. Nach einem längeren Gespräch mit der Fachlehrperson war ich zu tiefst begeistert von den schier unerschöpflich kreativen Möglichkeiten, welche die Schüler auch hier nützen und entwickeln können.
Anzahlmäßig größere Klassen werden aufgeteilt; die einen arbeiten ein halbes Jahr in der Werkstatt Holz und Metall, die anderen in diesem "Näh- und....... Raum", dann umgekehrt. Die Fülle an Materialien werden wiederum mit den Geldern der Schule angekauft, und auch hier muß kein finanzieller Beitrag geleistet werden. Die Schüler (!) und Schülerinnen arbeiteten selbständig an ihren Werkstücken; es wurden gerade Patchwork-Kissen hergestellt. Für die Schüler selbst ist es selbstverständlich, dass auch Schüler nähen, stricken, weben, applizieren, häkeln usw. können, sowie umgekehrt. Auch die Schülerinnen lernen den Umgang mit Schleif-, Schneidemaschinen, Sägen usw. Und dürfen auch hier selbständig arbeiten. Die Lehrperson ist auch hier wie zumeist in allen anderen Lerneinheiten, denen wir beiwohnen durften, als helfender Pädagoge stets anwesend. Dieses Modell erinnert mich sehr stark an das Modell der Maria Montessori Pädagogik, vor allem aber an den  Satz, der mich seit Jahren in meiner beruflichen Laufbahn begleitet: Hilf mir es selbst zu tun!
Neben dieser großen Möglichkeit an Kreativität, der Schulung der Feinmotorik und der selbstverständlichen Nutzung jeglicher technischer Hilfsmittel, verstärkt sich der Wunsch, unseren Schülern genauso eine äquivalente Vielfalt an Methodik, Selbständigkeit im Bereich der Bildung angedeihen zu lassen.

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